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Claudia Klein-Hitpaß Claudia
Klein-Hitpaß:

"Ich möchte nicht durch die Länder huschen."

Warum reisen?
Ich stand mit 16 Jahren auf dem Empire State Building und war schwer beeindruckt von dieser riesigen und multikulturellen Stadt New York, fragte mich, was bloß, wenn deine große Liebe sich irgendwo ganz anders in der Welt aufhält, du kommst nicht hin und lernst ihn niemals kennen - romantische 16 Jahre eben.

In der Oberstufe musste wir uns im Kunstunterricht mit weißem Papier selbst darstellen und uns mit unserer Darstellung fotografieren. Was für eine beknackte Idee, dachten wir. Heute kann ich mich aber gut daran erinnern. Ich schnitt Menschenketten aus Papier aus, stellte sie in mehreren Kreisen auf, setzte mich in eine Kette selbst hinein und schaute in die anderen. Würde ich jemals einen Einblick in andere Kulturen bekommen?

Und dann das Buch von Elena Erat und Peter Materne. Endlich zwei Weltreisende, die nicht als Einzelkämpfer allein gegen den Rest der Welt Grenzerfahrungen suchten, sondern offen auf die Menschen zugingen. Noch dazu mit dem Fahrrad - der besten Möglichkeit zu reisen. Großartig. Ich hab das Buch gesehen, gekauft, gelesen und seitdem war klar: Das will ich auch.

Den Mann fürs Leben habe ich schon. Deshalb muss ich nicht mehr um die Welt. Aber der Wunsch nach einem Einblick in andere Kulturen, das Fernweh und die Reiselust - das alles ist immer noch da und wird mit jeder Reise immer stärker.

Am liebsten würde ich jedes Land der Welt besuchen. Doch ich möchte nicht durch die Länder huschen, sondern Zeit haben, sie kennen zu lernen.

Warum ein Album amicorum?
Viele Menschen erzählen gern von sich selbst. Mit der Reise möchte ich einen Einblick in andere Kulturen der Welt bekommen. Was liegt also näher, als möglichst viel zu fragen und sich erzählen zu lassen. Was träumen die Menschen, was haben sie für Wünsche und für Ideen?

In den Medien hören wir von einem Land und den Menschen immer nur dann etwas, wenn Fürchterliches oder Extremes passiert. Für die kleinen, alltäglichen und oft eben auch schönen Dinge bleibt da kein Platz. Sie sind nicht Außergewöhnlich genug. Das verzerrt die Wahrnehmung und das Bild von Menschen anderer Kulturen und Länder.

In einem Welt-Freundschaftsbuch möchten wir unsere Begegnungen zusammen stellen und für andere lesbar machen. Schön wäre es, wenn wir damit einen kleinen Beitrag zum Verständnis der Kulturen untereinander leisten können.

Uwe Rotter Uwe Rotter:
"Losfahren und die Sinne öffnen."

Andere Kulturen
Ein Tisch, 9 Personen und 6 verschiedene Nationalitäten. Ich werde nie diese Besprechung an meinem ersten Arbeitstag vergessen. Ich konnte mich damals mit meinem ungeübten Englisch zwar nicht so richtig einbringen, genoß aber die verschiedenen Gesichter und Charaktere. Herrlich, fast wie im Schulbuch über europäische Kulturen.

Durch meine Arbeit bin ich nicht nur ganz gut in Europa herumgekommen. Ich habe dadurch auch Einblicke in verschiedene Landeskulturen gehabt, wie man sie als Tourist nicht so leicht bekommt. Trotz der Unterschiede gab es natürlich auch viele Gemeinsamkeiten. Oft machen aber gerade diese Unterschiede den besonderen Reiz der Begegnungen aus.

Mit dem Fahrrad reisen
Dass sich das Fahrrad für Begegnungen in fremden Ländern am besten eignet ist nach all den bisherigen Fahrradreisen durch Europa für Claudia und mich keine Frage. Dabei ging es uns nie um sportliche Höchstleistungen, sondern einfach um die angenehmste Art und Weise zu reisen und Land und Leute kennenzulernen. Uninteressante Strecken auch mal mit anderen Verkehrsmitteln zurückzulegen ist für uns kein Tabu. Im Gegenteil, oft ergeben sich gerade bei Fahrten mit Bahn und Bus besondere Begegnungen, und seien es die Schwierigkeiten, doch das Fahrrad in den Zug zu bekommen. Letztlich muss in der Reiseplanung aber viel Platz für spontane Entscheidungen sein. Und das geht mit dem Fahrrad immer noch am besten.

Unser Traum
Jetzt mal Europa verlassen und immer weiter radeln, das ist momentan noch ein aufregender Traum. Aber mit Träumen ist das ja so eine Sache. Sobald man sie lebt, sind es keine mehr. Und dass die Wirklichkeit anders aussieht als der Traum, liegt auf der Hand. Dass er auch Kratzer bekommt und mal weh tut, darauf müssen wir uns einstellen. Vielleicht werden die Begegnungen unterwegs nicht immer so angenehm sein, wie an einem Besprechungstisch. Bestimmt wird es aber auch viele Kontakte geben, die noch viel freundlicher und tiefer sind als "eine Diskussion über Fragen in einem Forschungsprojekt".

Was also tun? Ist doch klar, ausprobieren was so dran ist und wie er sich anfühlt, der Traum. Und genau das tun wir bald, Losfahren und die Sinne öffnen.