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Kambodscha (Juni 2003)
Die Menschen sind so was von nett und herzlich. Ueberall spielende Kinder. Kambodscha ist beruechtigt fuer seine schlechten Strassen. Die Ruinen von Angkor, ein ganz besonderer Schatz Kambodschas.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Pol Pot Kambodscha zur Hoelle auf Erden gemacht. Aber inzwischen ist das Land aus dem Albtraum aufgewacht. Die Menschen sind lebenslustig und strahlen uns an. Fuer uns war Kambodscha eines der faszinierendsten Laendern auf der bisherigen Reise. Spielende Kinder, staubige Strassen und viel Wasser. Und mit den Tempelanlagen von Angkor hat dieses Land einen ganz besonderen Schatz zu bieten.

Claudia: Was fuer eine Grenze: Sie liegt einfach so mittem im Nichts und trotzdem fahren wir in eine andere Welt. Der Asphalt hoert auf. Frauen mit karierten Handtuechern auf dem Kopf und zwei grossen Koerben rechts und links am Fahrrad fahren in Schlangenlinien auf der roten Piste und versuchen so, die mit Regenwasser gefuellten Schlag-Schlammloecher zu umschiffen. In der Ferne sehen wir einen Traktor auf uns zu eiern. Kurz nach der Grenze, auf der Strasse nach Takeo. Radfahrerinnen umschlingern die wassergefuellten Schlagloecher.
Radfahrerinnen umschlingern die wassergefuellten Schlagloecher auf der Strasse nach Takeo.
Es sieht so aus, als waere der Fahrer betrunken, aber auch er versucht nur, um die Schlammloecher herumzukommen. Trotz der schlechten Piste, die einiges an Konzentration erfordert, ist es unglaublich entspannt und ruhig. Ein ganz anderes Gefuehl als auf den Highways von Vietnam.

Immer wieder werden wir beim Radeln angesprochen.
Immer wieder werden wir beim Radeln angesprochen.
Uwe: Nach kurzer Strecke machen wir erstmal Pause und freuen uns. Wir sind in Kambodscha. Sogar mein Fahrrad macht einen Freudensalto: Es steht am Strassenrand und eine Windboe blaest es mal eben die Boeschung runter. Spaeter spricht uns ein Mann vom fahrenden Moped aus an. Er begleitet uns bis Takeo und spricht in einem unglaublich hoeflichen Englisch "Excuse me, Sir, would you like to....?". In Takeo haben wir zwei junge Radler an unserer Seite. Weisse Zaehne lachen uns aus dunklen Gesichtern an und freuen sich, mit uns englisch sprechen zu koennen.

Von Takeo geht es weiter nach Kampot. Kambodscha ist ein recht plattes Land. Aber hier im Sueden sind einige Berge zu finden. Wir radeln durch gruene Reisfelder mit hohen Zuckerpalmen, im Hintergrund ragt das Bergmassiv des Bokor-Nationalparks empor. Von Kampot aus fuehrt uns ein kleiner Rundtrip zu den Karsthoehlen von Phnom Sorseha und zu dem Kuestenort Kep. Bald schon stehen wir vor dem Huegel mit der Pagode der drei Hoehlen.
Ein junger Moench kommt sofort auf uns zu, in der Hand haelt er einen kleinen Zettel mit englischen Saetzen. Er moechte wissen, ob sie so richtig sind. Dann fuehrt er uns durch die Hoehlen. Hier wohnen nicht nur Buddha-Statuen, sondern auch jede Menge Fledermaeuse. Sie flattern dicht an uns vorbei. Ein junger Moench hat uns die Hoehlen von Sorseha gezeigt.
Ein junger Moench zeigt uns die Hoehlen von Sorseha.
Stinken tun sie auch, was Claudia nicht daran hindert, sich in Fledermaus-Scheisse zu setzen. Vom Huegel haben wir einen herrlichen Ausblick zum Bokor-Massiv und uebers Meer zu verschiedenen Inseln.

Um Kep herum ist die Landschaft zauberhaft: Unregelmaessig verschachtelte und geflutete Reisfelder, kleine Baeche, buntbemalte Stelzenhaeuser mit grossen Veranden und viele viele Palmen. Dazu gehoeren freundlich lachende Menschen und viele spielende Kinder. Jetzt in der Regenzeit plantschen sie ueberall in den Fluessen und Pfuetzen.

Ein typisch kambodschanisches Haus.

Die Leute lachen uns an..


Strand im Ream Nationalpark.
Dass sich die Futterbuden am Strand auch bestens zum Schlafen eignen, entdecken wir im Ream Nationalpark. Nach einigem Getuedel mit den Isomatten und dem Moskitonetz schlafen wir direkt am Strand. Als am naechsten Morgen die ersten ihre Buden oeffnen, hat niemand ein Problem damit, dass wir hier "eingekehrt" sind. Wir radeln am Strand entlang und landen an einem Dorf. Es liegt direkt am feinen weissen Sandstrand mit vielen riesigen Palmen.

Doch zur Zeit heisst der Badeort in Kambodscha Sihanoukville (zu Ehren des Koenigs Sihanouk). Einige Straende sind bereits privat aufgekauft und grosse Hotelkomplexe befinden sich im Bau. An anderen Straenden zimmert jeder noch schnell eine Bude, um noch mehr Billigunterkuenfte bereitzustellen. Und vom Strand blaest verschiedenste Musik. Wir schlendern schon spaet am Abend noch herum und werden am Rande einer tanzenden Gruppe "eingefangen". Tanzen? Ich will erst ein Bier. Informatik-Absolventen aus Phnom Penh feiern ihren Abschluss hier am Strand und ziehen alle moeglichen Touristen in die Runde. Und nach einem Bier sind wir auch bereit zu tanzen.

Wir satteln um
Claudia: Wir wollen mit einem Sozialarbeiter des Starfish Projects losziehen. Starfish kuemmert sich um Menschen in der Region, die Hilfe brauchen. Mit Serin, dem Sozialarbeiter fahren wir in zwei Doerfer. Dafuer satteln wir auf ein Moped um. Unsere erster Stopp ist bei einem aelteren Ehepaar. Die beiden haben keine Kinder. Das Dach der kleinen Huette ist kaputt, bei Regen bietet es keinen Schutz mehr.
Die beiden Alten sehen so duenn und zerbrechlich aus, dass es einem fast das Herz bricht. Kuemmert sich die Dorfgemeinschaft nicht um die alten Leute? Doch, sie werden versorgt, bekommen Reis von den Nachbarn. Aber fuer ein neues Dach hat auch das Dorf kein Geld. Deshalb springt Starfish ein, zahlt die Materialien und prueft, ob das Geld auch wirklich fuer das Dach eingesetzt wird, erklaert Serin.

Als naechstes fahren wir in ein huebsches Fischerdorf. Kleine Wege fuehren durch Sand und Plamen zu den verstreut stehenden Haeusern. Ein blinder Fischer soll von Starfisch einen neuen Motor bekommen, damit er wieder fischen gehen kann. Er hat eine Familie mit sieben Kindern zu versorgen. Einen Motor fuer einen blinden Fischer? Kein Problem, sein aeltester Sohn fischt mit und sagt, wo es lang geht. Wir kommen bei der Familie an.
Wir besuchen zusammen mit Serin einen blinden Fischer.
Auch ihr Dach ist kaputt, aber sie haben sich fuer einen Motor entschieden, weil sie dann wieder Geld verdienen koennen. Damit kann dann spaeter das Dach repariert werden. Seit anderthalb Jahren reist Serin fuer Starfish durch die Doerfer und guckt, wo direkte Hilfe moeglich und notwendig ist.


Mehr ueber Starfish:
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Ihm selbst hat Starfish mit einer Prothese geholfen. Beim Fischer verlor er durch einen Unfall mit der Seilroll seinen Arm. Heute arbeitete er drei Tage pro Woche fuer das Starfish Project und studiert an der Uni "Englische Literatur".

Eine Zugfahrt, die ist....

Am Bahnhof von Sihanoukville.
Unser Abstecher in den Sueden Kambodschas ist zugleich eine Sackgasse. Den gleichen Weg zurueck oder auf dem Highway 4 nach Phnom Penh? Der Highway 4 ist die breiteste, groesste, beste Strasse von Kambodscha und der Verkehr ist fuerchterlich. Also entscheiden wir uns fuer den Zug zurueck nach Takeo.

An einem Tag faehrt der Zug von Sihanoukville die 263 Kilometer nach Phnom Penh, am naechsten Tag faehrt er wieder zurueck.
Die genaue Uhrzeit weiss keiner. Eigentlich 6.30 am Morgen, aber so frueh faehrt der Zug nie ab. Fruehestens um 7, manchmal erst um 12 Uhr, heisst es am Bahnhof. Wir haben Glueck, denken wir. Schon um 9 Uhr geht es los. Und es gibt einen Wagen mit Sitzbaenken. Wenn auch etliche davon aus der Verankerung gebrochen sind. Einige Passagiere haben ihre Haengematten vor die offenen Fenster geknotet und damit sicher die besten Plaetze.
Haengematten ersetzen fehlende Sitzbaenke.
Weggerostete Stufen, abgebrochene Holzverkleidungen, umgekippte Sitzbaenke, grosse Loecher im Dielenboden, Lampenfassungen, die seit Jahrzehnten wohl keine Lampe mehr gefasst haben. In den Zug ist lange kein einziges Riel - geschweige denn ein ganzer Dollar - investiert worden.


Eine Frau steigt auf den fahrenden Zug.
Auf den verbogenen Schienen kann er sich nur im Schneckentempo vorwaerts schaukeln. Das hat den Vorteil, dass Be- und Entladen bei fahrendem Zug moeglich ist. Auf den Daechern der drei Gueterwagen sitzen etliche junge Maenner, die in den Doerfern abspringen und eiligst Holzstaemme und Balken verladen. Ein Moped in ein schienentaugliches Holzgeruest geschraubt, faehrt auf den Schienen dem Zug hinterher, holt ihn ein und eine Frau klettert in den fahrenden Zug. Mopedzubringer!

Im Zug kocht eine Frau Reis mit Huehnchen. Sie klettert sogar aufs Dach, um die Passagiere dort oben zu versorgen. Und durcht die offenen Fenster sausen mal Kaefer, mal grosse Schmetterlinge munter rein und raus.

Um 16.30 bleibt der Zug mitten auf der Strecke stehen. Uwe klettert aufs Dach. "Das musst du dir selbst anschauen, sonst glaubst du es nicht!" ruft er. Die Schienen sind S-foermig verbogen. Davor hocken Maenner und messen und diskutieren. Wie den Zug darueberbringen? Wie kommt ueberhaupt so ein grosses S in die Schienen? Nach einiger Zeit setzt sich der Zug in Bewegung - ganz langsam. Es rollen die ersten beiden Gueterwagen ueber die schwierige Stelle.
Mitten auf der Strecke entgleist unser Zug.
Dann passierts. Die Maenner, die rechts und links der Boeschung am S stehen und immer wieder Kommandos mit dem Lokfuehrer austauschen, schreien auf, springen zur Seite und die Boeschung runter, einige lachen laut auf. Der dritte Gueterwagen ist entgleist. Und wir im Passagierwagen sind auch noch nicht drueber. Na grossartig, was nun?

Um uns herum sind nur Felder, Gebuesch und Wald. Weit und breit ist keine Strasse in Sicht. Ein Haufen Maenner steht um den entgleisten Wagen herum und diskutiert. Drei Maenner, zwei davon mit automatischen Gewehren, versuchen vergeblich mit einem Handy zu telefonieren, ziehen dann wichtigtuerisch querfeldein davon. War das unser Begleitschutz?


Die Einheimischen nehmen den unfreiwilligen Aufenthalt sehr gelassen.
Dann packen die ersten Passagiere ihre Sachen und laufen uber die Gleise von dannen. Gibt es dort vorne ein Dorf? Wie weit ist es entfernt? Wir koennen uns kaum verstaendigen, finden niemanden, der englisch spricht. 20 Kilometer malt uns jemand in den Sand. Vielleicht koennen wir ueber die Schienen zurueck bis zur Strasse und dann zum Badeort Kep fahren? Wir beschliessen, das restliche Tageslicht zu nutzen und auch loszuziehen. Uwe schmeisst das Gepaeck aus dem Fenster.
Da deutet uns eine Frau an, wir sollen wieder rein, der Wagen wuerde angehoben, bald ginge es weiter. Und tatsaechlich. Es tut sich was an der "Unfallstelle". Also laden wir alles wieder ein, beschliessen, geduldig zu sein und abzuwarten, was passiert. Doch viel passiert nicht. Als wir eine Frau sehen, die sich im kleinen Tuempel neben den Gleisen vollbekleidet mit einem Schuesselchen duscht, finden wir uns damit ab, hier zu uebernachten.

Wir haengen unsere Haengematten vors Fenster, inzwischen sind genug "Plaetze" frei. Da spricht uns ein Mann auf englisch an. Mit ueber 50 Jahren hat er in den Laendern Vietnam und Kambodscha einiges an persoenlicher Kriegsgeschichte hinter sich. Mit den Amerikanern hat er in Vietnam gekaempft, deshalb spricht er englisch. In Kambodscha hat er unter dem schrecklichen Pol Pot-Regime gelebt und ist fast gestorben. "Wir mussten hart arbeiten und hatten immer Hunger" sagt er. Jetzt ist er auf dem Weg nach Takeo, will dort seine Frau besuchen, die im Krankenhaus liegt. Er macht sich Sorgen um seine kranke Frau, die in Takeo auf ihn wartet und um seine sieben Kinder zuhause. Deshalb muesse er trinken. Und so schuettet er fleissig Reiswein in sich hinein und wird immer betrunkener und redseliger. Ich schwanke: Mal fuehle ich mich wie in einem vorpubertaeren Zeltlager, in dem man sich vor dem Schlafengehen Gruselgeschichten erzaehlt. Mal finde ich es wirklich unheimlich und mache mir Gedanken ueber die Sicherheit eines liegengebliebenen Zuges in Kambodscha.

Noch vor wenigen Jahren durften keine Tickets an Auslaender verkauft werden, weil der Zug immer wieder ueberfallen wurde. Und unser neuer Freund Kun weiss nur von boesen Menschen zu berichten. Genau hier sei mal ein Schlachtfeld gewesen, aus diesem Zug wurden schon drei Europaer entfuehrt. Aber er wuerde uns beschuetzen. Es sei nicht gut, wenn ein Zug nachts stehenbliebe. Uwe soll wach bleiben, ich soll schlafen. Morgen wird repariert, vielleicht uebermorgen.

Um 9 Uhr gibt es einen weiteren Tumult. Wieder packen etliche Frauen ihre Sachen. Auch die nette Frau, die uns zuvor am Weggehen gehindert hat. Sie deutet uns an, wir sollen auch gehen. Bleiben jetzt nur noch die Maenner im Zug? Wo wollen die Frauen hin? Uwe laeuft an die Spitze des Zuges und sieht, dass dort Holzkarren bereitstehen, mit denen die Leute ins naechste Dorf gefahren werden. Unterdessen schwallt Kun auf mich ein. Wir sollen im Zug bleiben. Jetzt kaeme nur noch Wald und das naechste Dorf liege mitten im Wald, die Menschen dort seien nicht gut, er habe zu Buddha fuer uns gebetet, dass er den Zug und uns beschuetze.....Kriegspsychose oder Schwaetzer? Wieder sind wir unsicher. Raus oder Hierbleiben? In solchen Momenten sind Frauen was Beruhigendes. Es bleiben doch noch ein paar Frauen im Zug. Vor uns sitzt eine Frau mit einem kleinen schlafenden Baby. Sie beobachtet es sorgsam mit der Taschenlampe. Und die Maenner draussen arbeiten inzwischen hart. Nachdemin einer grossen Hauruck-Aktion, auch mit Uwes Hilfe (toll ;-) diese Maenner), unser Wagen vom entgleisten Wagen abgekoppelt wurde, buddeln sie fleissig, heben den Wagen an und biegen die Schiene unter dem Wagen zurecht. Dabei sttossen drei Maenner einen Baumstamm immer wieder gegen die Schiene, wahrend ein weiterer mit einem Stoeckchen den Abstand zwischen den Schienen misst. Angesichts so viel ausdauernder Manneskraft sind wir optimistisch und bleiben. Keiner meckert oder schimpft. Es ist erstaunlich, mit welcher Ausdauer mitten in der Nacht die Schiene bearbeitet wird.

Auch der Schaffner macht uns Mut. Er spricht franzoesisch und sagt, wir seien hier sicher. Mit den beiden Kerzen an den Wagenenden wird es fast gemuetlich. Das einzige Licht sonst sind die zahlreichen Taschenlampen, die viele dabei haben. Die "Bordkueche" versorgt uns mit etwas Reis und einem Ei mit Salz.

Endlich, um 23 Uhr steht der Wagen wieder auf den Schienen. Wir muessen noch angekuppelt werden und die beiden Wagen ueber das angehauene "S" manoevriert werden. Wir fuehlen uns wie bei "Wetten dass". Schafft es der Zug oder nicht? Ganz langsam ruckelt er Stuckchen fuer Stueckchen vorwaerts.

Inzwischen gibt es Stau auf der Schiene. Im Dunkeln taucht hinter uns so ein menschenueberfuelltes Holzgefaehrt auf. Gerade in dem Moment, als wir die gefaehrliche Stelle fast ueberwunden haben. Der Zug schafft es. Das unwirklich erscheinende Gefaehrt hinter uns hat es leichter. Nur wenige steigen ab und schon bald sind sie ueber die verbogenen Schienen gejuckelt. Was machen die hier mitten in der Nacht?

Ich bin froh, dass es weitergeht. Das helle Mondlicht scheint auf meine Haengematte am Fenster und auf die schoene Landschaft, die langsam an mir vorbeizieht. Da wirkt nichts mehr bedrohlich. In den Doerfern fliegt immer wieder Holz raus oder rein. Um 2 Uhr morgens sind wir in Takeo. Aber was sollen wir jetzt hier? Wir fahren weiter nach Phnom Penh und kommen dort um ca. 7 Uhr morgens an. Nach 22 Stunden im Zug.

In der Hauptstadt
Phnom Penh ist die Hauptstadt Kambodschas. Trotzdem gibt es hier keine Buerotuerme oder Hochhaeuser. Die repraesentativen Gebaeude sind Wats, Pagoden und der Koenigspalast und die Nationalgalerie im Khmer Stil. Aber auch ohne Bueroglastuerme gibt es viele Kontraste. Ein Mercedes S-Klasse faehrt ueber die ungeteerte Strasse, Blech- und Holzhuetten stehen neben verbarrikadierten ummauerten grossen Haeusern mit getoenten Scheiben, gelbgestrichene Villen zeugen von der franzoesischen Kolonialzeit.
Das National Museum in Phnom Penh

Am Abend treffen wir uns mit Holger und Iris, zwei deutschen Touristen, und freuen uns, mal wieder Deutsch zu quatschen. Als wir um 23.30 Uhr zu unsererm Guesthouse quer durch die Stadt radeln, ist es gespenstisch leer. Es ist Freitag abend, doch nur wenige Jugendliche haengen an der Uferpromenade des Tonle Sap herum. Restaurants und Bars sind geschlossen oder fast leer. Die Menschen sind immer noch aengstlich.

Die traurige Vergangenheit
In der Vergangenheit der Kambodschaner spielt Phnom Penh eine besonders traurige Rolle. Die Kambodschaner haben unter den Kriegen in Indochina bis in die juengste Vergangenheit schrecklich gelitten. Unfreiwillig wurden sie in den amerikanischen Krieg in Vietnam hineingezogen. Zum einen fielen amerikanische Bomben ueber Kambodscha um die Versorgungswege der Nordvietnamesen zu sprengen, zum anderen wurde Koenig Sihanouk mit Unterstuetzung der USA geputscht und eine USA-freundliche, aber ungeliebte Regierung eingesetzt.
Diese schwache Regierung fuehrte dazu, dass die ultralinken Roten Khmer unter Pol Pot die Macht uebernehmen konnten. Viele Menschen flohen in die Stadt Phnom Penh. Als die Roten Khmer am 17. April 1975 auf die Stadt zumarschierten, wurde die amerikanische Botschaft evakuiert. Alle Menschen in der Stadt wurden von dem neuen Horrorregime aufs Land getrieben. Die wahnsinnige Vorstellung der Roten Khmer war, eine ideale kommunistische Gesellschaft ohne Zwischenschritte aufzubauen. Wer nicht faehig war, unter den Belastungen eines harten Bauernlebens zu existieren, wurde umgebracht. Viele verhungerten. Der unglaublicher Voelkermord kostete ca. 2 Millionen Menschen das Leben. Zahlreiche "Killing Fields" zeugen heute vom schrecklichen Morden.
"Killing fields" erinnern an die traurige Vergangenheit.
1979 wurden die Roten Khmer durch die Vietnamesen gestuerzt. Die westliche Welt - immer noch aus Antiphatie gegen die Vietnamesen - erkannte die neue Uebergangsregierung nicht an. Pol Pot wurde, obwohl sein Massenmord bekannt war, fuer weitere 10 Jahre ein Sitz in der UNO freigehalten. 1991 endlich fuehrten Friedensverhandlungen und freie Wahlen zum Ende des Buergerkrieges. Eine grosse UNO-Mission mit mehr als 20.000 Menschen kontrollierte den Waffenstillstand und den Ablauf der Wahlen. Koenig Sihanouk kehrte ins Land zurueck und ist bis heute in seinem Amt. Mit dem Rueckzug der fuehrenden Koepfe der Roten Khmer und insbesondere dem Tod von Pol Pot 1998 erstarben auch die letzten Kaempfe und Ueberfaelle der Roten Khmer in Kambodscha. Am 27. Juli 2003 sind zum dritten Mal Wahlen in Kambodscha. War die juengste Vergangenheit auch noch so schrecklich, die Kambodschaner blicken auf eine alte Hochkultur zurueck, auf die sie sehr stolz sind. Bis 1970 war Kambodscha die "Schweiz" Suedostasiens. Heute sind die Kambodschaner froh, dass Frieden herrscht, auch wenn viele sagen, dass sie nicht recht an wirklich freie Wahlen Ende des Monats glauben und ueber Korruption klagen.

Apsara-Nachwuchs
Jeden Morgen und jeden Nachmittag lernen und trainieren ca. 40 Kinder den klassischen Tanz der Kambodschaner. Apsaras, das sind die Halbgoettinnen, die fliegend, tanzend, die Finger verbiegend in den Tempeln von Angkor verewigt sind. Hier in der Apsara-Tanzschule werden die Steinfiguren lebendig. Wie kleine Balletttaenzerinnen haben die Kinder schoen eine perfekte Koerperhaltung.

Hier wird Apsara gelehrt.
18 der Maedchen und 10 der Jungs hier sind Waisen. Von der Apsara Art Association werden sie beherbergt und versorgt und zur Schule geschickt. Die Organisation wird von Japanern gefoerdert. Die Kinder sind schrecklich suess. Ein Maedchen hat es mir besonders angetan. Mandelfoermige Augen, dunkle Haut, strahlendes Laecheln. Es ist eine tolle Einrichtung: Dei Khmer Kultur wird lebendig, die Kinder haben ein Zuhause und wirken selbstbewusst.

Leben auf dem Wasser
Uwe: 15.6.03, von Phnom Penh fuehrt unser Weg auf kleinen Strassen ueber Oudong nach Kompong Chnang. Mitten in Kambodscha liegt der grosse Binnensee Tonle Sap. Ueberall auf dem Tonle Sap leben Menschen in "Schwimmenden Doerfern".
Am Tonle Sap hat sich eine besondere Wohnkultur entwickelt. Mit dem Wasserstand des grossen Sees ziehen die Menschen mal auf das Festland, um in den Stelzenhaeusern zu leben, mal auf den See in schwimmende Haeuser.
Am Tonle Sap wohnen viele Menschen auf dem Wasser.


Eine Fussgaengerbruecke bei Kompong Chnang.
Ganz in der Naehe von Kompong Chnang, am suedlichen Ende des Tonle Sap ist ein solches Dorf. Die Haeuser am Ufer stehen auf sehr sehr hohen Stelzen, 10 Meter oder mehr. Eine wackelige Fussgaengerbruecke besteht lediglich aus grossen Latten und fuehrt ueber die Muendung eines Nebenflusses.

Eine Frau schippert uns den Fluss rauf und runter, vorbei an Hunderten von schwimmenden Haeusern und Huetten. Buendel von dicken Bambusrohren dienen als Schwimmer.

Auf dem Wasser gibt es alles, was zum Dorfleben gehoert: Kaufllaeden, Tankstellen, Restaurants oder Bars, die sich durch deutlichen Maennerueberschuss ausmachen lassen. Zwischendurch braust das Schnellboot aus Siem Reap vorbei und versetzt alles ins Schaukeln. Es passt so gar nicht in diese einfache Welt.

Ueber die Strasse 5 radeln wir weiter ueber Poursat und Moeng Roussei bis nach Battambang. Von dort kreuzen wir mit einem Boot den noerdlichen Teil des Tonle Sap, um nach Siem Reap zu gelangen. Siem Reap ist der Ausgangspunkt fuer die sagenhaften Tempelanlagen von Angkor.

Die Wolken ueber dem Tonle Sap kuendigen das Gewitter am Nachmittag an.

Die Tempel von Angkor

Eingang zu Angkor Thom
Claudia: Schon am ersten Tag in Kambodscha hat uns ein Kambodschaner erklaert: "Wenn ihr das erste Mal nach Angkor fahrt, werdet ihr ganz aufgeregt sein". Ein anderer sagte "Die Tempel von Angkor sind fuer mich wichtig, denn sie sind die Wurzeln der Khmer Kultur". Wir sind gespannt. Angkor war die heilige Stadt der Khmer vom 9. bis zum 12 Jahrhundert n. Chr.. Zur Bluetezeit lebten hier mehr als 1 Mio. Menschen. Angkor Wat ist der groesste Tempel der Welt und weitere ca. 50 Tempel stehen in einem Gebiet von ca. 200 qkm verstreut im Dschungel.

Ich bin tatsaechlich aufgeregt. Bald sehen wir Angkor Wat zum erste Mal. Hinter einem grossen Wassergraben und in der Ferne stehen die Tuerme des Tempels. Wir kraxeln zum Phnom Bakheng auf einen Huegel.

Der Tempel hat schikanierend schmale Stufen. Die Fuesse zur Seite gestellt und an den oberen Stufen festkrallend krabbeln etliche Touris zum Tempel empor, um dort oben den Sonnenuntergang zu geniessen. Da Kambodscha so flach ist, habe ich auf den wenigen Huegeln immer das Gefuehl, das ganze Land sehen zu koennen. Doch ganz anders als von den Tempeln in Oudong sehen wir hier nicht nur Reisfelder und Zuckerpalmen, sondern viel Wald. Wo sind denn die 50 Tempel? Angkor Wat ist zu sehen, sonst nur Wald. Toll. Und Westen Barray, ein riesiges Wasserreservoir der alten Khmer. Jetzt stehen uns drei Tage Angkor bevor.

Die Tempel von Angkor sind unglaublich. So verschieden, so schoen, so beeindruckend, immer wieder. Dabei finde ich oft nicht nur die Architektur des Gesamtgebaeudes beeindruckend, sondern die vielen Details und Entdeckungen, die in einem Tempel moeglich sind. Manches ist zerfallen, manches ueberwuchert. Da steht ein Baum auf der Mauer und die Wurzeln "fliessen" herunter, da liegt ein herausgebrochener Torbogen mit aufwendigem Relief einfach so zwischen den Truemmern, da gibt es kilometerlange Waende mit feinsten Reliefs zu bestaunen.
Der Tempel Ta Phrom

Es ist ueberwaeltigend und uns wird schnell klar, dass man wohl wochenlang durch Angkor streunen kann, und immer wieder Neues entdeckt. Besonders schoen sind die Apsaras. Das sind Abbildungen von Frauen mit aufwendigen Frisuren und Schmuck, stehend oder fliegend, laechelnd. Nach der Angkor Legende sind sie Halbgoettinnen. Sie sind in Angkor allgegenwaertig. Die schoensten und aufwendigsten Apsaras sind in Angkor Wat. Und sie sind alle verschieden. Keine ist wie die andere auch wenn sie sich aehneln. Das macht sie noch menschlicher und echter. Ein Harem Frauen in Stein verewigt.

Oder der Bayon-Tempel mit den vielen Gesichtern. Alle laecheln, mal mit offenen, mal mit geschlossenen Augen. Insgesamt gibt es 37 Tuerme, die mit grossen, in Stein gehauenen Gesichtern in alle vier Himmelsrichtungen.

Apsara in Angkor Wat


Am Bayon-Tempel laecheln grosse Gesichter
Es ist faszinierend. Im oberen Bereich des Tempels sind sie ganz nah und ueberall und ewig laechelnd. Was fuer eine Stimmung. Im unteren Bereich des Tempels gibt es meterlange Reliefs mit Szenen aus dem Leben der damaligen Khmer, Schachspieler, Menschen die Fruechte sammeln, Leben und Sterben. Als ich durch den Tempel streife, sehe ich, wie eine Nonne einer "Barrang-Frau" (Auslaenderin) Raeucherstaebchen in die Hand drueckt. Auch heute noch pilgern Buddhisten zu den Tempeln von Angkor, leben zahlreiche Nonnen und Moenche hier und zuenden vor alten Buddhafiguren Raeucherstaebchen an, neue Wats und Pagoden werden gebaut. Ich komme naeher und sehe, die "Barrang-Frau" ist ja Uwe.

Uwe: Am meisten Spass macht es, wenn wir unerwartet ueber irgendwelche Schaetze stolpern. So wie an der Terrasse der Elefanten. Sie wurde zwei mal erweitert, so das aeltere Reliefs erst durch Ausgrabungen wieder zum Vorschein kamen. Eher zufaellig sehen wir den Schacht, in dem die gut erhaltenen Reliefs von Kriegern und Daemonen zu sehen sind.

Claudia: So verlassen wir Angkor nach drei Tagen. Ich bin voellig erschlagen, weil wir heute morgen schon um 6 Uhr gestartet sind. Und ich bin fast traurig. Jetzt womoeglich nie wieder Angkor sehen? Beim Rausradeln muss ich noch moeglichst viel aufsaugen.

Schachspieler

Die Gesichter der Khmer
Nachdem ich Ankor besichtigt habe, ist mir noch deutlicher klar, warum Angkor fuer die heutigen Khmer so bedeutsam ist. Es sind ihre Gesichter, die dort in Stein verewigt sind. Kein Wunder also, dass die Kambodschaner sauer reagierten, als eine thailaendische Schauspielerin verkuendete, Angkor gehoere eigentlich zu Thailand.
paradiesische Khmer-Maedels
Deshalb gleich die thailaendische Botschaft zu ramponieren und die Grenze zu schliessen, wie es Anfang des Jahres geschah, ist vielleicht etwas ueberreagiert.

Die Flamme des Friedens

Hier werden bald Gewehre verbrannt.
Uwe: In einem grossen Fussballstadion ist ein Scheiterhaufen aufgebaut. Mit schaetzungsweise einigen hundert Gewehren. Was ist da los? Wir wollen es uns naeher anschauen. Es ist eine offizielle Veranstaltung mit vielen Soldaten, Polizisten und Zuschauern, die einem Podium lauschen. Bald schon fangen einige Maenner an, zwei Tonnen Brennstoff in Eimern ueber die Gewehre zu kippen. Fackeln mit meterlangen Stielen werden getraenkt und zurecht gelegt.

Als ich den Scheiterhaufen fotografieren will, spricht mich ein Belgier an. Er arbeitet in einem Gemeinschaftsprojekt mit der EU und der kambodschanischen Regierung. Ziel ist es, den Waffenbestand im Land zu kontrollieren.
Bisher haben Soldaten ihre Dienstwaffe selbst verwahrt und mit nach Hause genommen. Nun wurden alle Wafen registriert und die Verwahrung organisiert. Die ueberzaehligen Waffen werden jetzt verbrannt. Als naechstes sollen Waffenverstecke auf dem Land geraeumt werden. Wir treten ein paar Schritte zurueck, als das Feuer entzuendet wird und Musik aus den Lautsprechern toent. Fuer mich ist das ein bewegender Moment. Dieses Land hat so wahnsinnig gelitten. Erst seit ca. fuenf Jahren ist Frieden zu spueren. Noch immer sind im ganzen Land Minen versteckt. Taeglich gibt es zwei Minenopfer. Aber es geht langsam voran. Die Verbrennung der Waffen ist ein Teil der Fortschritts.

Das Landminen-Museum
Ueber eine Holperpiste gelangen wir zu einem kleinen Grundstueck am Fluss, das nur so von entschaerften Minen, Bomben und Waffen wimmelt. Ein junger Affe wuselt wie angestochen ueber das Gelaende und besetzt gleich mal unsere Fahrraeder. Kurze Zeit spaeter aergert er die Hunde.
Aki Ra's Affe rast ueber das Gelaende.

Das Landminen Museum in Siem Reap.
In einer Holzhuette werden zahlreiche fiese Minen praesentiert und erklaert. Einfache Fotoalben zeigen, wie Aki Ra, der Besitzer, beim Entschaerfen der Minen vorgeht. Zeitungsartikel und andere Texte informieren ueber die Geschichte von Aki Ra und seinem Museum. Die Lektuere schockiert. Was hat dieser Mann mit seinen gerade mal 30 Jahren schon Schreckliches erlebt. Als kleiner Junge wurde er durch die Roten Khmer von seinen Eltern getrennt. Beide Eltern wurden wegen Nichtigkeiten umgebracht. Da war er fuenf Jahre alt.
Die Roten Khmer erzogen ihn und rekrutierten ihn als Soldat im Alter von zehn Jahren. Als die Vietnamesen das Land besetzten, stellten sie ihn vor die Wahl, fuer sie zu kaempfen oder zu sterben. Spaeter kaempfte er in der kambodschanischen Armee gegen verschiedene Buergerkriegsarmeen.

Erst als die UNTAC 1992 ins Land kommt, aendert sich sein Leben. Bis dahin bestand es aus einer Aneinanderreihung von Grausamkeiten. Gewalt und Tod waren alltaeglich. Durch die Zusammenarbeit mit der UNTAC lernte er,dass es auch friedliches Leben geben kann. Bisher lebte er im Dschungel. Dann sah er das erste Mal eine Strasse, dachte es sei ein Berg, der in die Stadt waechst. Ein UN-Hubschrauber hat ihm sogar Angkor Wat von oben gezeigt. Nun fing er an, Minen zu raeumen. Teilweise die, die er selbst gelegt hat. Und er fing an, alle moeglichen Kriegsgeraete zu sammeln und auszustellen. Fuenf Kinder, die Opfer von Landminen geworden sind, leben bei seiner Frau und ihm.

Auf nach Thailand
So, 29. Juni 2003, wir verlassen Siem Reap und radeln Richtung Thailand. Nach 37 Kilometern endet der Asphalt und es geht auf holpriger, staubiger, roter Piste weiter. Die Knochen werden durchgeschuettelt und vorbeifahrende Fahrzeuge huellen uns in dichte Staubwolken. Wenn ein Taxi in vollem Karacho auf uns zurast, kommen mir Fernsehbilder von der Rallye Paris - Dakar in den Kopf.

Nur dass die PKWs und Pick-ups voellig ueberfuellt sind. Ein hinten am Pick-up drangeschnuertes Moped scheint fast schon obligatorisch.

Die Strasse hinterlaesst Spuren.
Oft sitzt dann jemand auf diesem Moped. Wenns sein muss auch drei. Und wenn auch dort kein Platz mehr ist, faehrt man auf dem Dach oder der Motorhaube sitzend mit. Der alltaegliche Stunt! Doch auch den Leuten scheint das Risiko bewusst. Erstaunlich viele tragen einen Motorradhelm. Wir holpern ueber die Piste. Ausgepowert, verdreckt und beim allerletzten Tageslicht erreichen wir nach 108 Kilometern Sisophon.


Preisverhandlungen finden auf der Handflaeche statt.
Am naechsten Tag gehts durch die gesichtslose, schmutzige Strassenstadt Poipet zur Grenze. Schon von weitem ist die Grenze durch uebergrosse Gebauede zu erkennen. Hier gibt es etliche Casinos fuer die reichen Thailaender. Denn Casinos sind in Thailand verboten. Die Formalitaeten koennen wir reibungslos erledigen. Naja fast, Claudias Hand zittert durch das Geschuettel der letzten Tage so sehr, dass sie kaum das Formular ausfuellen und unterschreiben kann. Aus dem Buero des thailaendischen Beamten empfaengt uns die altbekannte, weiche Popmusik.

Bergfest
Die, 1.Juli 2003, heute sind wir genau 9 Monate unterwegs. Damit ist die erste Haelfte unserer Reise vorbei. Wir kaufen kraeftig Proviant und ein klebriges pinkfarbenes sektaehnliches Getraenk und feiern. Mit dem Zug fahren wir von Aranya Prathet nach Bangkok, um dort unsere Weiterreise zu planen.
Bei der Zimmersuche in Bangkok spricht uns Peter Smolka an. Vor drei Jahren ist er mit dem Fahrrad in Nuernberg gestartet. In ca. einem Jahr moechte er wieder Zuhause sein. Alles ueber seine Reise gibts unter www.lemlem.de. Wir treffen uns oft und quatschen und trinken den Leo-Bestand unseres Lieblingsrestaurants leer. Doch Peter kann uns nicht ueberzeugen, nach Deutschland zurueckzufliegen, um seine Filme in Sicherheit zu bringen. Wie also weiter? Auf welchem Weg nach Suedamerika? Ein Blick auf den Globus hilft. Mitten im Pazifik liegen die Inseln von Hawaii, quasi auf halber Strecke von Asien Richtung Amerika. Und in Spokane (Washington State) wohnen unsere Freunde Astrid und Scott. Also doch rum um den Globus? Irgendwie schon reizvoll. Wir kaufen ein One-way-ticket Richtung Seattle mit Stopover Honolulu. Hier gehts zur Website von Peter Smolka.
Auch Peter Smolka plant in Bangkok seine Weiterreise, mit unserem Globus.

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